Im Sommer 2023 wurde das Örtliche Teilhabemanagement im Landkreis Börde neu etabliert, um die Rechte von Menschen mit Behinderungen noch stärker in den Mittelpunkt kommunalen Handelns zu rücken. Seitdem koordiniert und begleitet die Teilhabebeauftragte des Landkreises, Frau Andrea Watteroth, vielfältige Maßnahmen zur Verbesserung von Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe.
„Inklusion ist kein kurzfristiges Projekt, sondern eine dauerhafte Aufgabe“, betont Frau Watteroth. „Es geht darum, Strukturen zu schaffen, die allen Menschen im Landkreis Börde ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen – unabhängig von körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkungen.“
Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Weiterentwicklung des kommunalen Aktionsplans „Unsere Vision für Inklusion 2.0“. Dabei fungiert Andrea Watteroth als wichtige Schnittstelle zwischen Betroffenen, ihren Interessenvertretungen und der Kreisverwaltung. Durch ihre Arbeit werden Teilhabebarrieren erkannt und gezielt abgebaut – sei es im Bereich Wohnen, Arbeit, Bildung oder Kommunikation.
Zu den bisher umgesetzten Maßnahmen gehören unter anderem:
Erhebung baulicher Teilhabebarrieren in Kindertagesstätten, Schulen und Horten, um regionale Inklusionsmöglichkeiten besser planen zu können
Bedarfsermittlung zur Initiierung inklusiver Sportangebote
Einführung eines Kompaktkurses „Leichte Sprache“ in der Ausbildung von Verwaltungsfachangestellten
Durchführung von Vernetzungstreffen und Veranstaltungen zum internen Tag der Menschen mit Behinderungen
Vermittlung von Möglichkeiten zur Teilnahme an Audiodeskriptionsangeboten des Theaters Magdeburg
Ausbildungsmöglichkeiten für Audiodeskriptoren
Durchführung des jährlichen Aktionstages „Schichtwechsel“ mit nachfolgenden Praktika in der Kreisverwaltung
Tests zur Barrierefreiheit in Schwimmbädern mit Peer-Groups.
Ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft wurde am 3. Dezember 2025 erreicht: Der Kreistag beschloss, im zweiten Halbjahr 2026 einen Inklusionsbeirat einzurichten. Dieses Gremium soll Menschen mit Behinderungen eine stärkere Stimme geben und sie aktiv an politischen Entscheidungsprozessen beteiligen. Alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, die selbst betroffen sind oder sich für Menschen mit Behinderungen engagieren, sind aufgerufen, sich für eine Mitarbeit zu bewerben.
Landrat und Verwaltung sehen in diesem Schritt eine große Chance: „Mit dem Inklusionsbeirat schaffen wir ein Forum, in dem Betroffene direkt mitgestalten können. Das ist gelebte Demokratie und ein weiterer Schritt hin zu einer offenen und solidarischen Gesellschaft im Landkreis Börde.“
Auch in den kommenden Jahren wird das Örtliche Teilhabemanagement wichtige Impulse setzen – etwa durch den weiteren Ausbau barrierefreier Angebote, die Sensibilisierung von Einrichtungen und die Förderung von Netzwerken zwischen Vereinen, Verbänden und Betroffenen.
Der Landkreis Börde bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten, insbesondere bei Frau Andrea Watteroth, für ihr engagiertes Wirken. Ihr Einsatz trägt maßgeblich dazu bei, dass Inklusion im Landkreis Börde nicht nur ein Wort bleibt, sondern Schritt für Schritt Wirklichkeit wird.
Kontakt:
Landkreis Börde
Örtliches Teilhabemanagement
Teilhabebeauftragte: Frau Andrea Watteroth
Bornsche Straße 2
39340 Haldensleben
Telefon: 03904 7240-4174
Fax: 03904 7240-52667
E-Mail: teilhabe@landkreis-boerde.de
Weitere Informationen finden Sie unter: Örtliches Teilhabemanagement | Landkreis Börde