Regionale Koordination

Die Umsetzung der Richtlinie zur Zielgruppen- und Beschäftigungsförderung - vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt - wird im Landkreis Börde im Amt für Wirtschaft  umgesetzt. Im Rahmen der Förderrichtlinie gibt es fünf Förderbereiche:

  1. Förderbereich A zur beruflichen Integration von Personen mit besonderen Vermittlungshemmnissen: Aktive Eingliederung
  2.  Förderbereich B zur Unterstützung überwiegend jüngerer Hilfsbedürftiger aus Familienbedarfsgemeinschaften: Familien stärken – Perspektiven eröffnen
  3. Förderbereich C zur Sicherung der Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit förderungsbedürftiger jungen Menschen: STABIL – Selbstfindung- Training – Anleitung – Betreuung – Initiative – Lernen
  4. Förderbereich D zur Schaffung zusätzlicher Beschäftigungsmöglichkeiten zur Vermeidung von sozialer und beruflicher Ausgrenzung: Gesellschaftliche Teilhabe: Jobperspektive 58+
  5. Förderbereich E zur Regionalisierung der Förderung zur Vermeidung beruflicher und sozialer Ausgrenzung sowie zur individuellen beruflichen und sozialen Eingliederung: Regionale Koordination

Förderbereich E zur Regionalisierung der Förderung zur Vermeidung beruflicher und sozialer Ausgrenzung sowie zur individuellen beruflichen und sozialen Eingliederung: Regionale Koordination

Ziele: Die Stelle der Regionalen Koordination hat die Aufgabe, zusammen mit dem RAK, die Regionalisierung des Arbeitsmarktes und die weiteren Aufgaben der Richtline der Zielgruppen- & Beschäftigungsförderung umzusetzen.

Erfüllt in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Arbeitskreis insbesondere folgende Aufgaben:

  • Analyse und Bewertung des regionalen Arbeitsmarktes und Ableitung von Handlungsschwerpunkten,
  • Erarbeitung von Schwerpunktthemen im Bereich des regionalen Arbeitsmarktes unter Berücksichtigung der Beschäftigungswirkung,
  • Abstimmung der Schwerpunktthemen mit dem zuständigen Fachreferat im Ministerium als Grundlage für Auswahlverfahren,
  • Bedarfsermittlung für den Bereich der Förderung der Beschäftigungsfähigkeit unter Berücksichtigung der Richtlinie und in Ergänzung oder Abgrenzung zur Förderung durch die Jobcenter und Agenturen für Arbeit sowie zu anderen Förderprogrammen, z. B. des Bundes,
  • Vorbereitung und Organisation von Auswahlverfahren nach dieser Richtlinie im Rahmen vorgegebener Budgets in enger Abstimmung mit dem Ministerium,
  • Begleitung und Erfolgskontrolle für die ausgewählten Projekte (Qualitätssicherung),
  • Beratung und fachpolitische Begleitung der in der Region umgesetzten ESF-Projekte nach dieser Richtlinie,
  • Koordinierung der Aufgaben der Coaches, des Projektbeirates und des Landkreises im Programm „Familien stärken – Perspektiven eröffnen“,
  • Unterstützung der Netzwerkentwicklung in der Region unter Berücksichtigung der arbeitsmarktpolitischen Zielsetzungen des Landes.

Im Landkreis Börde erfolgt die Umsetzung des Förderbereichs D durch den Landkreis Börde im Amt für Wirtschaft.  

Förderzeitraum: 15.05.2016 - 30.06.2022

Das Projekt „Förderbereich E zur Regionalisierung der Förderung zur Vermeidung beruflicher und sozialer Ausgrenzung sowie zur individuellen beruflichen und sozialen Eingliederung: Regionale Koordination“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt.

Regionale Koordination

 

ESF+ Förderperiode 2021 - 2027 zur Richtlinie „REGIO AKTIV“

Die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Regionalisierung der Arbeitsmarktförderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und des Landes Sachsen-Anhalt wird im Landkreis Börde umgesetzt. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und dem Landkreis Börde wurde abgeschlossen.

Die Richtlinie „REGIO AKTIV“ verfolgt zwei wesentliche Ziele:

  • Die Unterstützung armutsgefährdeter und am Arbeitsmarkt benachteiligter Personengruppen mit dem Ziel der Integration in den regulären Arbeitsmarkt: Um die individuellen Voraussetzungen für die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit zu verbessern und sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren, sollen mit dieser Richtlinie besonders benachteiligte Personengruppen durch intensive und familienbezogene Begleitung unterstützt werden. Damit soll auch das Risiko von Kinderarmut gesenkt werden.
  • Die Verbesserung des Übergangs Schule-Beruf: Um junge Menschen im Übergang von Schule zu Ausbildung zu begleiten, sollen mit dieser Richtlinie die Orientierung- und Beratungsangebote für junge Menschen verbessert, junge Menschen am Übergang zwischen Schule und Beruf bei der Suche eines passenden Berufes unterstützt und bis zum Berufsabschluss begleitet werden.

Die Kooperationsvereinbarung ist bezogen auf die Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen der Richtlinie „REGIO AKTIV“ mit den Förderbereichen

A         Berufliche Integration von Personen mit besonderen Vermittlungshemmnissen „Aktive Eingliederung“
B         Unterstützung Alleinerziehender und Familienbedarfsgemeinschaften bei der sozialen und Arbeitsmarktstrategie „Familien stärken – Perspektiven eröffnen“
C         Sicherung der Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit förderbedürftiger junger Menschen „STABIL – Selbstfindung – Training – Anleitung – Betreuung – Initiative – Lernen“ (STABIL)
D         Kompetenzagenturen
E         Vertiefung schulischer und außerschulischer Berufsorientierung in Form begleiteter betrieblicher Praktika (PRAXIS BO)
F          Einbindung der Eltern in den Berufswahlprozess (ELTERN BO)
G         Verbundausbildung, Erhöhung der Ausbildungsqualität und -attraktivität (Verbundausbildung)
J          Regionale Koordination (REKO)

Zwischen dem Landkreis Börde und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung wurde eine Zielvereinbarung geschlossen. Die strategischen Ziele beinhalten die Umsetzung der Förderbereiche A, B, C, D, E, F, G und J. In den taktischen Zielen werden für die jeweiligen Förderbereiche Inhalte und Zeiträume zum planmäßigen Ablauf festgelegt.

Förderbereich J Regionale Koordination

Die Regionale Koordination ist das Bindeglied zwischen den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der Richtlinie REGIO AKTIV und den regionalen Akteuren im Landkreis Börde. Ziel ist die wirksame Verbesserung der Effektivität und Effizienz in den einzelnen Förderbereichen. Die Regionale Koordination soll als Geschäftsstelle des Regionalen Arbeitskreises etabliert und in die Struktur der Kommunalverwaltung eingebunden sein.

Voraussetzung für die regionale Ausgestaltung der Förderung ist ein Regionaler Arbeitskreis (RAK). Der RAK ist das zentrale Gremium der rationalisierten Arbeitsmarktpolitik. In Zusammenarbeit mit dem Regionalen Arbeitskreis hat die Regionale Koordination insbesondere folgende Aufgaben zu erfüllen:

  • Analyse der Ausgangslage und des Handlungsbedarfes im Landkreis Börde
  • Entwicklung von gemeinsamen Zielen
  • Identifikation des Bedarfes für eine Förderung unter der Beachtung von Kohärenz
  • Durchführung von Wettbewerbsverfahren zur Auswahl der zu fördernden Projekte in den Fällen, in denen nicht die Gebietskörperschaft selbst Zuwendungsempfänger ist
  • Begleitung und Beitrag zur Qualitätssicherung der ausgewählten Projekte durch den RAK bzw. hierfür gebildete geeignete Begleitgremien
  • Förderung der Nachhaltigkeit von Projektergebnissen
  • Organisation der Kooperation mit relevanten Akteuren vor Ort, programm- und rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit

Entsprechend der Richtlinie „REGIO AKTIV“ wird die „Regionale Koordination“ (REKO BOE) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Förderzeitraum laut Zuwendungsbescheid (21.07.2022) des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt: 01.07.2022 - 30.06.2028

Ansprechpartner:

Frau Renate Breier
Telefon: +49 3904 7240-2412
Fax: +49 3904 7240-51203
E-Mail: renate.breier(at)landkreis-boerde.de

Termine nach Vereinbarung