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Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2026: Den Reiz entlarven – Nikotin- und Tabakabhängigkeit bekämpfen

Am 31.05. wird jährlich der Weltnichtrauchertag begangen. Dieser wurde 1987 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen, um auf die Gefahren des Tabakkonsums aufmerksam zu machen. Dabei steht der Weltnichtrauchertag jedes Jahr unter einem anderen Motto.

Auch in diesem Jahr soll der „Reiz entlarvt“ und so die Nikotin- und Tabakabhängigkeit bekämpft werden. Denn die Tabak- und Nikotinindustrie bringt stets neue Produkte wie E-Zigaretten mit speziellen Aromen oder nikotinhaltige „Lifestyle-Produkte“ in attraktivem Design auf den Markt, die vor allem die junge Bevölkerungsgruppe ansprechen sollen. Ziel ist es, Nutzer weiterhin zu binden sowie neue Konsumenten zu gewinnen. Dabei werden die gesundheitlichen Gefahren, die von diesen Produkten ausgehen, verharmlost und verherrlicht. 

Entsprechend soll im Rahmen der diesjährigen Kampagne die Bevölkerung, insbesondere junge Menschen, für die Strategien der Tabak- und Nikotinindustrie sensibilisiert werden, um die Nachfrage nach Nikotin- und Tabakprodukten zu reduzieren und so dem Suchtverhalten entgegenzuwirken. Dies bedeutet mehr Information und Aufklärung zu den Taktiken der Hersteller wie zum Beispiel Beeinflussung durch Marketingstrategien, zu Produktbeschreibungen und Produktinhalten sowie zu Unterstützungsmöglichkeiten beim Rauchstopp. Im Fokus steht auch der Einsatz für strengere politische Maßnahmen wie Verbote von Aromen für E-Zigaretten, Werbeverbote oder Vorschriften für Verpackungen und Produktdesigns, um die Attraktivität der Produkte und somit den „Reiz“ zu mindern. Vor allem E-Zigaretten sind bei Jugendlichen aktuell das populärste Nikotinprodukt. 

Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern liegt Deutschland bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Senkung des Tabakkonsums deutlich zurück, so dass es eine verstärkte Umsetzung politischer Maßnahmen zur Tabakkontrolle bedarf. Jedes Jahr lassen sich in Deutschland immer noch ca. 131.000 Todesfälle auf tabakbedingte Erkrankungen zurückführen. 

Neben gesundheitlichen Folgen hat der Nikotin- und Tabakkonsum durch die entstehenden Abfallprodukte auch einen negativen Einfluss auf die Umwelt. Die Verunreinigung von Wasser und Boden, die Schädigung von Tieren und Pflanzen sowie die Entstehung von Mikroplastik sind nur ein Bruchteil der Auswirkungen auf die Umwelt. Groß ist auch der ökologische Fußabdruck bei der Tabakproduktion. Mit rund 83 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten verursacht die weltweite Tabakproduktion ähnlich viele Treibhausgase wie ein kleines Industrieland. 

Es lohnt sich, mit dem Rauchen aufzuhören: Zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt. 

Unterstützung beim Rauchstopp 

Fachstelle für Suchtprävention
Drogen- und Suchtberatungsstelle Haldensleben
Hagenstraße 38 
39340 Haldensleben 

Tel.: 03904/6685850
Fax: 03904/6688080
Mail: praevention-hdl(at)web.de
www.suchtberatung-haldensleben.de

BIÖG-Telefonberatung zur Rauchentwöhnung 

0 800 8 31 31 31 (kostenfreie Servicenummer), Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr, Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr 

Datenbank für Unterstützungsangebote in Ihrer Nähe 

www.anbieter-raucherberatung.de

Weiterführende Informationen zur Thematik können Sie der Homepage des Deutschen Krebsforschungszentrums entnehmen: https://www.dkfz.de/forschung/translationale-zentren/ncpc/stabsstelle-krebspraevention/weltnichtrauchertag

Letzte Aktualisierung: 27.05.2026 10:58 Uhr