Die Proben werden im Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt (LAV) in Stendal auf verschiedene Krankheitserreger analysiert. Darunter auch auf den Waschbärspulwurm (Baylisascaris procyonis).
Die aktuellen Ergebnisse des Monitorings (Stand: 31.12.2025) zeigen, dass bei 33 Prozent der untersuchten Waschbären ein Befall mit dem Waschbärspulwurm festgestellt wurde.
Der Waschbärspulwurm ist ein Parasit, der vorwiegend Waschbären befällt, jedoch auch auf andere Säugetiere sowie Vögel übertragen werden kann. Eine Übertragung auf den Menschen ist möglich und erfolgt in der Regel durch die Aufnahme von Wurmeiern, beispielsweise über mit Kot verunreinigte Erde.
Beim Menschen verläuft eine Infektion häufig ohne erkennbare Symptome. In seltenen Fällen kann es jedoch zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen, wie etwa neurologischen Ausfällen, Entzündungen oder Sehstörungen.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Landkreis Börde, im Umgang mit potenziellen Infektionsquellen besondere Vorsicht walten zu lassen. Insbesondere sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:
- Kontakt mit Wildtierkot vermeiden
- Bei Reinigungsarbeiten Handschuhe und ggf. Atemschutz (z. B. FFP-Maske) verwenden
- Hände, Schuhe und Arbeitsgeräte gründlich reinigen
- Sandkästen und Spielflächen abdecken
- Keine Entsorgung von Speiseresten über den Kompost
- Hunde regelmäßig entwurmen
Der Landkreis Börde wird das Monitoring weiterhin konsequent fortführen, um die Entwicklung des Infektionsgeschehens zu beobachten und frühzeitig geeignete Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergreifen zu können.
Für Rückfragen steht das Amt für Gesundheit und Verbraucherschutz zur Verfügung.