Ziel der Zusammenarbeit ist es, Familien mit Neugeborenen aus dem Landkreis Börde noch während ihres Klinikaufenthalts über wohnortnahe Hilfen sowie Netzwerke zu informieren und ihnen den Start in den neuen Lebensabschnitt zu erleichtern. Die Vereinbarung wurde am 28. Oktober 2026 von Landrat Martin Stichnoth sowie Olaf Scholz, dem leitenden Oberarzt der Geburtshilfe der Klinik, offiziell unterzeichnet.
„Als Landkreis ist es uns ein wichtiges Anliegen, Familien von Anfang an zu begleiten und ihnen gute Rahmenbedingungen für das Aufwachsen ihrer Kinder zu bieten“, betont Landrat Martin Stichnoth zum Hintergrund der neuen Partnerschaft. „Die Zusammenarbeit zeigt, dass Landesgrenzen kein Hindernis sein dürfen, wenn es um das Wohl von Kindern und Familien geht. Denn starke Familien sind eine wichtige Grundlage für einen starken Landkreis.“
Der Fokus der "Frühen Hilfen“ liegt dabei ganz besonders auf der sensiblen Anfangsphase des Lebens. „Die ersten 1.000 Tage im Leben eines Kindes sind eine besonders spannende und prägende Zeit für die ganze Familie. Gerade in dieser Phase möchten wir Eltern begleiten, ihnen wertvolle Informationen mit auf den Weg geben und zeigen, welche vielfältigen Angebote es für Familien in ihrer Nähe gibt“, erklärt Stefanie Kunz, Koordinatorin der „Frühen Hilfen“ im Landkreis Börde. „Mit dem Willkommensdienst möchten wir den Familien einen unkomplizierten und persönlichen Zugang zu unserem Netzwerk ermöglichen. Denn ein guter Start ins Familienleben gelingt am besten, wenn medizinische Versorgung und familienbegleitende Angebote Hand in Hand arbeiten.“
Auch seitens der Klinikleitung wird die neue Partnerschaft ausdrücklich begrüßt. Für die Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt ist es ein zentrales Anliegen, Familien über den reinen Klinikaufenthalt hinaus die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Dies spiegelt sich bereits in den bereits erfolgreich etablierten Konzepten der Klinik wider. Durch die Erweiterung auf den Nachbarlandkreis Börde wird nun sichergestellt, dass auch Eltern aus Sachsen-Anhalt, die ihr Kind im niedersächsischen Helmstedt zur Welt bringen, lückenlos versorgt und frühzeitig über die Angebote in ihrer Heimatregion informiert werden.
Ab sofort besucht eine Fachkraft des Netzwerks „Frühe Hilfen“ des Landkreises Börde einmal wöchentlich die Entbindungsstation der Helmstedter Klinik. In einem persönlichen und ungezwungenen Gespräch heißt sie die Familien willkommen. Die Besuche für den Landkreis Börde übernimmt dabei in erster Linie Nicole Falk, die als Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin tätig ist und zu einem starken Netzwerk der „Frühen Hilfen“ gehört, in dem unter anderem sieben Familienhebammen aktiv sind.
Neben herzlichen Glückwünschen erhalten die Eltern direkt am Krankenbett Informationen rund um die Entwicklung ihres Kindes, den Familienalltag und die erste gemeinsame Zeit. Das Angebot ist vollkommen freiwillig sowie kostenfrei und bietet bei Interesse die Möglichkeit, direkt weitere Kontakte zu passenden Unterstützungsstrukturen zu vermitteln.
*Fotos: v.l. Franziska Dräger, Verwaltungsleitung, Stefanie Kunz, Koordinatorin Frühe Hilfen, Nicole Falk, Familienhebamme, Olaf Scholz, ltd. Oberarzt Geburtshilfe, Cindy Spichal, ltd. Hebamme, Landrat Martin Stichnoth, Dominique Kallweit und Christina Proft, beide Familienhebammen