„Das Gebäude gehört seit mehr als 120 Jahren zu Weferlingen.“, betont Daniel Günther, Bildungsamtsleiter des Landkreis Börde. „Viele Menschen verbinden persönliche Erinnerungen mit diesem Ort. Deshalb war von Anfang an klar, dieses Haus soll erhalten bleiben, aber gleichzeitig den Anforderungen eines modernen Schulbetriebs gerecht werden.“ Für die Kernsanierung des Altbaus investierte der Landkreis rund 4,7 Millionen Euro aus Eigenmitteln. Gemeinsam mit dem bereits 2023 fertiggestellten Ersatzneubau belaufen sich die Gesamtinvestitionen am Standort damit auf rund 12,7 Millionen Euro.
Im Mittelpunkt der Sanierung standen die vollständige Herstellung der Barrierefreiheit, die Modernisierung der technischen Infrastruktur sowie die denkmalgerechte Aufarbeitung der historischen Bausubstanz. Dazu gehören unter anderem ein neuer Aufzug, moderne Fachunterrichtsräume, digitale Tafeln, flächendeckendes WLAN, energieeffiziente Heiz- und Gebäudetechnik sowie umfangreiche Sicherheitsanlagen. Auf rund 2.800 Quadratmetern Nutzfläche entstanden moderne Unterrichts-, Verwaltungs- und Aufenthaltsbereiche. Dazu zählen acht Unterrichtsräume, Fachkabinette für Chemie und Physik, Lehrer- und Verwaltungsräume, ein Schüler-Café, eine Aula sowie weitere Funktions- und Technikräume. „Denn gute Schulen entstehen nicht allein durch gute Lehrerinnen und Lehrer. Diese brauchen auch verlässliche Bedingungen: funktionierende Räume, moderne Ausstattung, Sicherheit, digitale Technik und eine Umgebung, in der konzentriertes Lernen möglich ist.“, ergänzt Daniel Günther.
Das Hauptgebäude des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums wurde 1903 errichtet und steht unter Denkmalschutz. Charakteristische Elemente wie historische Türen, Fenster und Bodenbeläge konnten im Zuge der Sanierung erhalten und aufgearbeitet werden.
Mit Abschluss der Arbeiten ist die bauliche Entwicklung des Schulstandortes weitgehend abgeschlossen. Als letzte Maßnahme ist für das Jahr 2026 noch der Rückbau der bisherigen Containergebäude vorgesehen.