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Amphibienwanderung in vollem Gange – Auto- und Radfahrer sind gebeten Rücksicht zu nehmen

Mit Einsetzen milderer Nachttemperaturen und gelegentlichem Niederschlag begann vor wenigen Wochen die Amphibienwanderung aus den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern. Oft müssen hierfür kilometerweite Strecken zurückgelegt werden. Erdkröten, Grasfrösche, Teichmolche und viele weitere geschützte Arten bewältigen diese Strecke zuverlässig jedes Jahr (meist zwischen Februar und April).

Das größte Hindernis auf diesem Weg sind Straßen und der darauf stattfindende Verkehr. Viele traditionelle Wanderrouten führen quer über Verkehrswege und werden so zur Todesfalle für viele Individuen.

Um das zu verhindern, errichtet der NABU Barleben e.V., beauftragt von der unteren Naturschutzbehörde, in jedem Frühjahr sogenannte „Krötenzäune“. Diese bestehen aus strapazierfähiger Plane und leiten Amphibien zu Durchlässen, Tunneln oder Eimern, mit deren Hilfe sie sicher auf die andere Straßenseite gelenkt bzw. gebracht werden können.

Wer zum Schutz der Amphibien beitragen möchte, sollte in feuchten Nächten über 5°C und während der Abenddämmerung in Gewässernähe langsam fahren. Zudem besteht die Möglichkeit, in Absprache mit dem NABU Barleben e.V. und der unteren Naturschutzbehörde, als ehrenamtliche Helfer die Betreuung von mobilen Krötenzäunen zu übernehmen.

Für die bereits errichteten Krötenzäune ist in diesem Frühjahr eine Betreuung gesichert. Wir bitten daher dringend darum, die Tiere nicht eigenständig über die Straße zu tragen, da die Arten und die Häufigkeit von der betreuenden Person erfasst und die Ergebnisse sonst verfälscht werden.

Um genaue Abstimmungen vornehmen zu können, bitten wir Sie den Kontakt mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Börde über naturschutz-forsten(at)landkreis-boerde.de aufzunehmen.

Letzte Aktualisierung: 24.03.2026 09:56 Uhr