Seit 1945 hat sich das Leben auf dem Land grundlegend verändert. Bodenreform, Kollektivierung, staatliche Steuerung und die Umbrüche nach 1989/90 haben Landwirtschaft, Eigentum und Familiengeschichten in Sachsen-Anhalt nachhaltig geprägt. Die Veranstaltung bringt diese Erfahrungen mit heutigen Herausforderungen in der regionalen Landwirtschaft zusammen.
16.04.2026 ab 18:00 Uhr
Land.Wirtschaft.Leben: “Wer die Bäuerin nicht ehrt” – Frauen in der Landwirtschaft seit 1945
Details
Anlässlich des UN-Jahrs der Frauen in der Land- und Forstwirtschaft beleuchtet die Veranstaltung die Lebens- und Arbeitsrealitäten von Frauen in der DDR-Landwirtschaft. Zwischen LPG, Familie und staatlichen Vorgaben sicherten sie Produktion und Versorgung – häufig unter engen politischen und persönlichen Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und individuellen Handlungsspielräumen.
Zugleich richtet sich der Blick auf die Zeit nach 1989/90 bis in die Gegenwart: Welche Erfahrungen wirken bis heute fort, und was hat sich verändert?
Podium:
Mit Steffi Trittel (Agrar-Ingenieurin, ehem. Bürgermeisterin Hohe Börde), Uta Ruge (freie Autorin), Christel Panzig (Historikerin) u.a.
Begrüßung durch Dr. Franziska Kersten (Mitglied des Bundestags, Wahlkreis Börde-Salzlandkreis), Dr. Robert Grünbaum (Bundesstiftung Aufarbeitung), Johannes Beleites (Aufarbeitungsbeauftragter des Landes Sachsen-Anhalt)
Moderation:
Jessica Bock (Historikerin)
Programm:
16:30 Uhr: Kurzführung durch das Börde-Museum
18 Uhr: Podiumsdiskussion
Eine Kooperationsveranstaltung des Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Landesheimatbunds Sachsen-Anhalt e.V. und der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Sachsen-Anhalt.
Gefördert mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Auf einen Blick
Meyendorffstraße 4
39365 Gemeinde Ummendorf
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Magdeburger Straße 21
6112 Halle (Saale)
frommannshausen(at)lhbsa.de