Die neue Sonderausstellung wird am 18. Mai 2025 um 11:00 Uhr anlässlich des Internationalen Museumstages eröffnet. Eingeladen sind alle interessierten Bürger aus nah und fern. Ausstellungseröffnung und Programm sind am Internationalen Museumstag kostenfrei.
18.05.2025 від 10:00 Годинник
Internationaler Museumstag 2025 im Museum Haldensleben
Деталі
10:00 bis 17:00 Uhr
Tag der offenen Tür im Museum Haldensleben
mit Schauvorführungen besonderer Handwerke der Biedermeierzeit und Aktionen für Groß und Klein
Mode, Muster und mehr auf Fliesen, Textilien und Porzellan Druck, Malerei und Kolorierung
mit der Diplomdesignerin Gudrun Gaube und Siebdrucker Holger Jäger selbst versuchen
Verspinnen von Wolle
mit Maria Hauer, Spinnstube Hundisburg
Rund um die Faser Abhaspeln und Färben von Seide mit Naturfarbstoffen
mit Museumspädagogin Susan Bernt
Stein auf Stein Megalithic auf Lithographie und Steindruck
mit Museumsmitarbeiter Christian Waldenheim
Seidenraupenzucht im Museum Haldensleben
mit Museumsmitarbeiterin Susanne Tatiuk
um 11:00 Uhr Eröffnung der Sonderausstellung „Kunst auf dem Küchentisch“
Seit 1992 verbindet Viernheim in Hessen und Haldensleben eine Städtefreundschaft. Die 2024 vom Museum Viernheim erarbeitete Ausstellung entstand auf Anregung eines Viernheimer Privatsammlers und zahlreicher verschiedener Leihgeber und bot Anlaß zur Zusammenarbeit mit dem Museum Haldensleben. Museumsleiterin Judith Vater eröffnet und führt durch die Ausstellung, die das künstlerische Design von Alltagsgeschirren präsentiert, welches Mitte der 1920er Jahre von geometrischen Formen und leuchtenden Farben bestimmt wird.
um 15:30 Uhr Haldensleber Eleganz - Modenschau im Museumsgarten
Erleben Sie die stilvolle Vielfalt handgefertigter Mode von Ludisia Modedesign und entdecken Sie besondere Accessoires aus den Geschäften der Haldensleber Innenstadt – stilvoll inszeniert im historischen Ambiente und musikalisch live begleitet von der sphärischen Musik der Künstlerin „Denecke“.
„Kunst auf dem Küchentisch“
Seit 1992 verbindet Viernheim in Hessen und Haldensleben eine Städtefreundschaft. Die 2024 vom Museum Viernheim erarbeitete Ausstellung entstand auf Anregung eines Viernheimer Privatsammlers und zahlreicher verschiedener Leihgeber und bot Anlaß zur Zusammenarbeit mit dem Museum Haldensleben.
Die Sonderausstellung zeigt das künstlerische Design von Alltagsgeschirr, das Mitte der 1920er bis Anfang der 1930er Jahre von geometrischen Formen und leuchtenden Farben bestimmt wird. Es gibt das Gefühl jener Zeit wieder – eine Zeit des Aufbruchs und Wandels. Mit der Weimarer Republik entsteht die erste Demokratie auf deutschem Boden. Kino, Rundfunk und illustrierte Zeitschriften entwickeln sich zu Massenmedien. Die Rolle der Frau befindet sich in einem enormen Wandel. Wissenschaft und Technik üben eine tief- und übergreifende Faszination aus. Alles Neue und Moderne lässt die Menschen die Schrecken und Grauen des 1. Weltkrieges vergessen. Industrie und wirtschaftlicher Aufschwung schenken den Menschen neben Arbeit und kleinem Wohlstand auch Hoffnung und Vertrauen. Die neuen lebhaften Muster und Farben des abstrakten Spritzdekors spiegeln dieses pulsierende Lebensgefühl jener Zeit wider. Auf der Suche nach einem den Anforderungen an die Massenherstellung angepassten Dekor greift man Ideen der künstlerischen Avantgarde auf und transferiert diese auf industriell hergestellte Haushaltswaren.
Um 1930 produzieren mehr als 90 Fabriken deutschlandweit Steingut mit abstraktem Spritzdekor und schaffen hiermit zeitlose Geschirre, erschwingliche „Kunst auf dem Küchentisch“ jener Zeit für jedermann, die heute hochbegehrte und -gehandelte Sammler- und Museumsstücke sind und wichtige Zeugnisse deutscher Designgeschichte darstellen. Die in der Sonderausstellung gezeigten Keramiken stammen unter anderem auch von dem Haldensleber Produzenten „Carstens-Uffrecht“. Der Carstens-Konzern gehört zu den größten Keramikherstellern der Weimarer Republik. Seine Gebrauchskeramik findet aufgrund der hohen Qualität und auch wegen des modernen Designs gar internationale Anerkennung. Seit 1902 betreibt Carstens einen Standort in Neuhaldensleben und pachtet 1924 die Keramikfabrik „J. Uffrecht & Co.“. Steingutgeschirre mit Spritzdekoren werden aber zeitgleich auch in Althaldensleben bei „Schmelzer & Gerike“ sowie bei der „Mitteldeutschen Steingutfabrik GmbH“ hergestellt.
Die hier präsentierte Sonderausstellung zeigt einen großen Querschnitt jener Zeit, den die Sammlung des Museums Haldensleben nicht geben kann. Hier sind nur wenige, schlecht erhaltene Einzelstücke überliefert oder aber Geschirre mit weniger auffälligen Dekoren. Daher sei Ihnen die jetzige Sonderausstellung wärmstens als einmalige Gelegenheit zur Besichtigung einer Gesamtschau empfohlen!
З першого погляду
Breiter Gang
39340 Einheitsgemeinde Haldensleben, Stadt