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Inklusion trifft Seele - Aktionstag am 3. Dezember 2019 / Landkreis lädt zur Teilnahme ein

Unter dem Motto „Inklusion trifft Seele“ veranstaltet der Landkreis Börde am 3. Dezember 2019 von 15:00 bis 18:00 Uhr einen Aktionstag. Dazu sind alle Interessierten nach Haldensleben, Foyer und Sitzungsräume des Verwaltungsgebäudes (Bornsche Straße 2) eingeladen. Die Veranstaltung zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen konzentriert sich in diesem Jahr auf psychische Beeinträchtigungen.

Organisator ist das Örtliche Teilhabemanagement, eine Organisationseinheit des Sozialamtes beim Landkreis Börde. „Depressionen oder Angstzustände werden noch immer stark tabuisiert und unterschätzt.“ Weiß auch Landrat Martin Stichnoth. Fachleute wissen, dass sich Betroffene in solchen Fällen zurückziehen. Oder sie sind sogar von einer Isolation bedroht. „Der Aktionstag bietet die Möglichkeit“ so Stichnoth, „sich dem Thema aktiv zu nähern. Außerdem können sich Betroffene und Angehörige über die verschiedenen Hilfsangebote des Landkreises und freier Träger informieren.“

Unter anderem sind auch verschiedene Einzelveranstaltungen geplant. Gezeigt werden unter dem Titel „Ich bin anders und Du?“ zwei Kurzfilme, die den Alltag von Betroffenen darstellen. Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und zur generellen Arbeit des Örtlichen Teilhabemanagements findet man unter www.landkreis-boerde.de.

Ablauf des Aktionstages

15:00 Uhr Begrüßung durch den Landrat / Eröffnung einer
Wanderausstellung zum Thema psychische Gesundheit
15:30 Uhr - 16:15 Uhr Filmvorführung „Ich bin anders und Du?“ mit Diskussion
16:30 Uhr - 17:15 Uhr „Trialog“ mit zwei Betroffenen
17:15 Uhr - 18:00 Uhr Besuch der Stände

Hintergrundinformationen zu den einzelnen Veranstaltungen

Wanderausstellung „Wie geht’s?“ Zeitraum (03.12 bis 09.12.2019)
„Wie geht´s?“ ist eine Wanderausstellung zum Thema psychische Gesundheit. „Wie geht’s?" besteht aus 10 selbststehenden Bannern zu den Themen:

  • Anderssein! Muss ich mir deshalb Sorgen machen?
  • Psychosen und Drogen
  • Wenn der Körper nervt
  • Gelähmt vor Angst
  • Mobbing in der Schule
  • Was Dich stark macht
  • Sprechende Wunden. Sich selbst verletzen
  • Kein Land in Sicht: Suizid
  • Alkohol: Filmriss
  •  …zu Tode betrübt: Depression

Die Helden der Ausstellungstafeln sind junge Menschen. Sie sprechen über ihre psychischen Gesundheitsprobleme und darüber, was ihnen geholfen hat, dass sie sich heute wieder besser fühlen. „Wie geht’s?" richtet sich an Jugendliche, Lehrer, Eltern und andere Menschen, die sich für Heranwachsende engagieren. Diese Informationen sind auf der Website www.irrsinnig-menschlich.de/material/ (Stand: 01.10.19) zu finden.

Pädagogisch geleitete Filmvorführung - „Ich bin anders und Du?“ (in Kooperation mit dem Verein „Der Weg“)
Manche Menschen müssen mit einer Behinderung leben, sie sind blind, taub, sitzen im Rollstuhl oder sind psychisch erkrankt. Wie muss man sich das Leben dieser Menschen vorstellen? Welche Hindernisse müssen sie meistern? Mit Unterstützung vieler Kooperationspartner, wie zum Beispiel der "aktion mensch", des Medienzentrums der "Otto von Guericke" Universität und der Lebenshilfe gmbH / Harz ist nach einem Jahr intensiver Auseinandersetzung und künstlerischer Arbeit ein Film entstanden, der den Zuschauern einen Einblick geben soll, wie der Tag eines Menschen mit einer schizophrenen Erkrankung aussehen kann. Es ist angedacht, dass betroffene Projektteilnehmer die Filmvorführung begleiten und auswerten. Diese Informationen können Sie nachlesen unter: www.derwegev.de/files/1homepage_filmprojekt.pdf (Stand: 01.10.2019)


Bühnengespräch mit zwei Betroffenen

Für diese Aktion konnte über unseren Netzwerkpartner, Rainer Jäschke - von den AMEOS Pflege- und Wohnhäusern am Park - eine Psychologin der AMEOS Pflege- und Wohnhäuser, Vanessa Wöhner, gewonnen werden, die auf der Bühne gemeinsam mit zwei Betroffenen einen Trialog aus den Perspektiven Betroffene/r, Angehöriger, Experte/Expertin halten wird.

Die Aktion soll den Zuschauer*innen Einblick in die Gefühlswelt von Betroffenen geben, gleichzeitig erfolgt aber auch eine psychologische Einordnung.

Mutmacher-Markt - Träger stellen ihre Arbeit vor

Durch niederschwellige Angebote an Informationsständen sollen Hürden der Kontaktaufnahme abgebaut werden. Träger geben Einblicke in ihre Arbeit und stehen für Informationen zur Verfügung. Die Messestände werden von einzelnen Trägern zum Teil durch die Darstellung eigener Produktionen, z.B. einer Nähstrecke, Holzkunstwerke und ähnliches gestaltet, also sichtbare Ergebnisse, durch die sich Personen in ambulanten Gruppenmaßnahmen und Tagesstätten ausdrücken und mit ihren Herausforderungen umzugehen lernen.

Kontakt und Informationen über das Projekt „Örtliches Teilhabemanagement“

Landkreis Börde
Örtliches Teilhabemanagement
Bornsche Straße 2
39340 Haldensleben
Telefon: 03904 720-4403
Mail: teilhabe@landkreis-boerde.de

Aufgabe des Projektes „Örtliches Teilhabemanagement“

Hat die Aufgabe, die Teilhabechancen aller Einwohner im Landkreis zu stärken. Zu den Aufgaben der Projektmitarbeiter gehört neben der Erstellung eines Aktionsplans für den Landkreis Börde die Arbeit im Netzwerk „inklusiv leben- Landkreis Börde“ und die Sensibilisierung der Einwohner für eine inklusive Gesellschaft. Das Projekt des Örtlichen Teilhabemanagements wird finanziert durch Mittel des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt.

Letzte Aktualisierung: 07.11.2019 16:02 Uhr