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EU-Förderprojekt ERASMUS+ „Perspektivwechsel-Lernen und Ausbildung in Schweden!“/ Möglichkeiten der Verwaltungsausbildung mit internationaler Ausrichtung manifestiert

Gut ausgebildete Verwaltungsfachangestellte benötigen einen internationalen, multikulturellen Blickwinkel. Genau darauf zielt das EU-Projekt ERASMUS+ ab. Dadurch erhalten auch Auszubildende des Landkreises Börde in den nächsten 2 Jahren die Gelegenheit, Verwaltungsabläufe in der schwedischen Kommune Bollnäs kennenzulernen.

Das Projekt wird zu 100 Prozent im Rahmen des ERASMUS+Programms durch die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung über 2 Jahre gefördert. In diesen Tagen trafen sich Vertreter des Landkreises Börde und der schwedischen Kommune Bollnäs in Stockholm, um die Eckpunkte der Zusammenarbeit zu fixieren.

Über das Förderprogramm könnte ein Auslandsaufenthalt künftig als fester Bestandteil in die Ausbildungsabläufe übernommen werden. Zeitgemäß würde der Landkreis Börde in diesem Fall als attraktive Ausbildungsbehörde und Arbeitgeber mit internationaler Ausrichtung für sich werben.

Zudem muss sich die Verwaltung künftig auf multikulturelle Bevölkerungsschichten einstellen. Das erfordert qualifiziertes Personal, das sich flexibel darauf einstellen kann. Schwedische Kommunen verfügen diesbezüglich über ein fundiertes Wissen und über eine Reihe Erfahrungen, von denen man lernen kann.

Zudem steht auch die Wirtschaftsförderung im Fokus. Es geht darum, Erfahrungen mit öffentlichen Beteiligungen an Abfallwirtschaftsprozessen, zur Organisation des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) oder zum Standortmarketing auszutauschen. Dazu zählen auch die sogenannten weichen Standortfaktoren. Gemeint sind zum Beispiel die Vorhaltung von medizinischen, von kulturell-sportlichen Angeboten oder Bildungsmöglichkeiten.

Die nun in Schweden unterschriebene Vereinbarung regelt die Eckpunkte der Entsendung von vier Auszubildenden des Landkreises Börde im Rahmen eines ausländischen Ausbildungsabschnittes in die Partnerkommune Bollnäs. Im Gegenzug werden zwei schwedische Mitarbeiter aus dem Bereich Arbeitsmarkt zur Hospitation in die Verwaltung des Landkreises Börde kommen.

Die schwedische Kommune Bollnäs hat rund 28.000 Einwohner. Sie liegt etwa 250 km nördlich von Stockholm und 100 km nördlich von Gävle. Die kommunale Verwaltung erstreckt sich ähnlich wie beim Landkreis Börde auf einer Fläche von ca. 2.000 Quadratkilometern.

Bildunterschrift: In Stockholm wurden die Eckpunkte der Zusammenarbeit fixiert. V. l. n. r.: Peter Waglund (Bollnäs), Ausbildungsleiterin Manuela Brasch, Danny Schonscheck, Fachdienstleiter Wirtschaft, Bildungskoordinator Christoph Heimel (alle Landkreis Börde), daneben Emma Golläs (Bollnäs) / Foto Landkreis Börde.

Letzte Aktualisierung: 11.09.2018 11:09 Uhr