Am 10. September um 11:00 Uhr "heulen" alle Sirenen / der bundesweite "Warntag" soll der Bevölkerungsinformation dienen

Wer kennt ihn nicht? Jeweils sonnabends um 11:00 Uhr lösen die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle die vorhandenen 271 Sirenen im Landkreis Börde für einen Probealarm aus. Dieser „Test“ gilt als Nachweis dafür, dass die Anlagen funktionieren. Um die Bevölkerung zu sensibilisieren hat die Innenministerkonferenz kürzlich beschlossen, am 10. September 2020 (Donnerstag), um 11:00 Uhr, einen bundesweiten Probealarm durchzuführen.

In seiner Funktion als Landrat ist Martin Stichnoth auch für den Katastrophenschutz verantwortlich. Als untere Katastrophenschutzbehörde unterhält der Landkreis Börde, eingebettet in das System der bundeweiten Hilfen in Krisenlagen, einen Katastrophenschutzstab. Bei Katastrophen werden die Sirenen dafür genutzt, um die Bevölkerung zu warnen. „Was viele nicht wissen, dass ist die Bedeutung der verschiedenen Warnsignale und vor allem die sich daraus ergebenden Handlungen zum Schutz unserer Menschen, auch zum Selbstschutz. Von daher begrüße ich, dass nun jährlich jeweils am zweiten Donnerstag im September, erstmalig nun am 10. September 2020, ein „Warntag“ durchgeführt wird.“

Wie läuft der bundesweite Warntag am 10. September 2020 ab? Alle vorhandenen Warnmöglichkeiten, dazu zählen eben Sirenen, aber auch das Fernsehen, das Radio, die sozialen Medien, Lautsprecherdurchsagen oder die Warn-App NINA kommen zum Einsatz. „Gerade das Radio ist ein wichtiger Helfer in Krisenzeiten, um die Bevölkerung schnell mit Informationen zu versorgen“, weiß Uwe Baumgart, der für die Krisenkommunikation im Katastrophenschutzstab des Landkreises Börde verantwortlich ist.

„Wir sind eine hoch entwickelte Gesellschaft, die im Falle eines längeren Stromausfalls schnell mal an die Grenzen kommen kann. Wer dann ein batteriebetriebenes Radio und dazu genügend Batterien zu Hause hat, der ist nicht nur gut beraten, sondern auch gut informiert. Und zudem sind diese Haushalte wichtige Partner für uns, um Nachrichten in der Fläche zu verbreiten.“

Wie überall werden auch im Landkreis Börde am 10. September 2020 um 11:00 Uhr alle Sirenen das Signal ,,Allgemeine Gefahr“ in Friedenszeiten, den sogenannten Katastrophenalarm beziehungsweise den Luftalarm im Verteidigungsfall, senden. Das Signal ertönt mit einem einminütigem auf- und abschwellenden Heulton. Im Stadtbereich Haldensleben und Oschersleben (Bode) werden dazu entsprechende Sprachdurchsagen zu hören sein. Des Weiteren wird durch die Integrierte Leitstelle des Landkreises Börde ein Text zur Probe in das Mobile-Warn-System (MoWaS) eingestellt. So wird auch die Warn-App NINA für „Test-Informationen“ sorgen. Das Sirenensignal der Entwarnung wird um 11:20 Uhr die Aktion beenden.

Auf Grundlage eines Beschlusses der Innenministerkonferenz wird der bundesweite Warntag nun jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Er soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen und damit deren Selbstschutzfertigkeiten zu stärken. Die Wichtigkeit und Aktualität des Themas Warnung zeigt sich auch durch die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.


Bildunterschrift:

Landrat Martin Stichnoth vollzieht an einem Sonnabend pünktlich um 11:00 Uhr die Amtshandlung. Sozusagen als „Disponent auf Zeit“ löst er die Sirenen im Landkreis Börde für einen Probealarm aus / Foto Uwe Baumgart


Nützliche Links:

Weiterführende Informationen zum bundesweiten Warntag (bitte hier klicken)

Erklärung der verschiedenen Sirenensignale (bitte hier klicken)

Die druckbare Pressemeldung im A4-PDF-Format (bitte hier klicken)

Letzte Aktualisierung: 10.09.2020 07:48 Uhr