Rotaviren

Was ist eine Rotaviren-Infektion?

Erreger dieser Infektion sind Viren, die weltweit bei Kindern und Säuglingen mehr als 70% der schweren Durchfallerkrankungen auslösen und damit die häufigste Ursache von Darminfektionen in dieser Altersgruppe sind.

 

Wo kommen Rotaviren vor?

Hauptreservoir für Rotaviren ist der Mensch.

 

Wie erfolgt die Infektion?

Rotaviren werden fäkal-oral und durch Schmierinfektion, aber auch durch Lebensmittel,Trinkwasser und Gegenstände übertragen. Sie sind häufig Ursache für Infektionen (Krankenhaus z. B. Neugeborenenstation) oder in Kindereinrichtungen. Die Inkubationszeit (Zeit der Aufnahme der Erreger bis zur Erkrankung) beträgt 1 bis 3 Tage.

 

Dauer der Ansteckungsfähigkeit

Eine Ansteckungsfähigkeit besteht während des akuten Krankheitsstadiums und solange das Virus mit dem Stuhl ausgeschieden wird.

 

Welche Beschwerden treten auf?

Die Erkrankung beginnt akut mit wässrigen Durchfällen und Erbrechen, Fieber und Bauchschmerzen. Beschwerden der Atemwege sind zu beobachten.

 

Welche Gegenmaßnahmen sind möglich?

Ab der sechstenLebenswoche steht eine Schluckimpfung mit zwei oder drei Impfdosen zu Verfügung. Eine gründliche Händedesinfektion mit viruswirksamen Desinfektionsmitteln ist zu empfehlen. Treten in Einrichtungen gehäuft Rotavirus-Infektionen auf, müssen Infektionsquellen und mögliche Übertragungsfaktoren schnell ermittelt werden, um möglichst effiziente Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung einleiten zu können. Kinder dürfen nach Abklingen der klinischen Symptome Schulen und sonstige Gemeinschaftseinrichtungen nach § 34 IfSG (s. auch Merkblatt „Wiederzulassung in Schulen und sonstigen Gemeinschaftseinrichtungen“) wieder besuchen.