Meningokokken-Erkrankungen

Erreger der Meningokokken-Erkrankungen sind Bakterien.

 

Wo kommen Meningokokken (Neisseria meningitidis) vor?

Der Mensch ist der einzige Wirt von Neisseria meningitidis. Meningokokken-Erkrankungen treten weltweit auf.

 

Wie erfolgt die Infektion?

Die Übertragung erfolgt entweder durch direkten Kontakt oder durch Tröpfchen-Infektion. Die Inkubationszeit (Zeit der Aufnahme der Erreger bis zur Erkrankung) beträgt in der Regel drei bis vier Tage, möglich sind zwei bis zehn Tage.

 

Wie lange dauert die Ansteckungsfähigkeit?

Mit einer Ansteckungsfähigkeit ist noch 24 Stunden nach Beginn einer erfolgreichen Therapie zu rechnen.

 

Welche Beschwerden treten auf?

Meningokokken-Erkrankungen verlaufen in etwa der Hälfte der Fälle als eitrige Meningitis (hohe Temperaturen, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Schwindel, Erbrechen, Nackensteifigkeit und schwerstem Krankheitsgefühl). Bei besonders schweren Formen kommt es zu Hautblutungen, Krampfanfällen und Koma.

 

Wie kann ich mich schützen?

Bei allen direkten Kontaktpersonen (Eltern, Geschwister, Großeltern) wird eine antibiotische Therapie (Rifampizin) empfohlen. Für Kontaktpersonen besteht nach § 34 (3) Infektionsschutzgesetz (IfSG) Tätigkeitsverbot bzw. Berufsverbot für Gemeinschaftseinrichtungen. Über die Aufhebung entscheidet das Gesundheitsamt. Kommt es zu Ausbrüchen in Kindereinrichtungen, so wird eine Chemoprophylaxe bei allen Kindern und Erziehern durchgeführt.

 

Gibt es eine vorbeugende Impfung?

Gemäß den Impfempfehlungen der STIKO wird für alle Kinder und Jugendlichen eine Meningokokken Impfung empfohlen. Die Impfung sollte ab dem vollendeten 12. Lebensmonat erfolgen.