Hepatitis B

Die Hepatitis B ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. Erreger ist der Hepatitis-B-Virus (HBV).

 

Wo kommen Hepatitis-B-Viren vor?

Das Reservoir bilden vor allem chronisch HBV-infizierte Personen (HBsAg-Positive). Besonders symptomarm oder symptomlos chronisch Infizierte stellen eine Infektionsquelle dar.

 

Wie erfolgt die Infektion?

Kleinste Mengen Blut können das Virus übertragen. Es ist zudem im Speichel, Tränenflüssigkeit, Sperma, Vaginalsekret, Menstrualblut nachzuweisen. Die Inkubationszeit (Zeit der Aufnahme der Erreger bis zur Erkrankung)) kann 40-200 Tage betragen, (im Durchschnitt etwa 60-90 Tage). Die Dauer ist vor allem von der Erregerdosis abhängig.

 

Wie lange besteht die Dauer der Ansteckungsfähigkeit?

Eine Ansteckungsfähigkeit besteht unabhängig von den Symptomen der Krankheit -solange wie die Merkmale der Virusvermehrung nachweisbar sind.

 

Welche Beschwerden treten auf?

Akute Hepatitis B beginnt mit unspezifischen Symptomen (Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen und Fieber). Später beginnt ggf. die ikterische Phase, der Urin verfärbt sich dunkel, ein Ikterus (Gelbfärbung der Haut) tritt auf. Dieser erreicht seinen Höhepunkt nach 1 bis 2 Wochen und blasst dann wieder ab. Die meisten akuten Hepatitis-B-Erkrankungen bei Erwachsenen heilen vollständig aus und führen zu einer lebenslangen Immunität.

 

Welche Maßnahmen können schützen?

Eine gezielte Prophylaxe der Hepatitis B ist nur durch die aktive Immunisierung möglich (nach STIKO-Impfkalender). Die Information und Aufklärung der Bevölkerung sollte darauf ausgerichtet sein, Personen mit wechselnden Sexualpartnern auf den Nutzen des Gebrauchs von Kondomen hinzuweisen und i.v. Drogengebrauchern die großen Gefahren des gemeinsamen Benutzens von Nadeln und Spritzen bewusst zu machen.