Das "Weiße Gold" der Magdeburger Börde

Salzige Tour

Über Jahrhunderte war die Salzgewinnung aus Sole ein wichtiger Quell für Wohlstand und Macht, das lebenswichtige Mineral über Jahrhunderte ein begehrtes und wertvolles, aber auch sehr teures Gut, das florierende Städte schuf und den Fernhandel beflügelte. Erst mit der im 19. Jahrhundert beginnenden bergmännischen Steinsalzgewinnung wurde Speisesalz vom einstigen Luxusgut zum billigen Alltagsprodukt, das „Weiße Gold“ zum Salz in der Suppe von Jedermann.

Tief aus der Erde geförderte Kristalle sicherten fortan nicht nur die Versorgung der Bevölkerung mit billigem Salz, sondern wurden als Kalidünger zu einer immer mehr gefragten Nahrung für Ackerpflanzen. Zu den wichtigsten Revieren in Deutschland gehörte ein riesiges Kaligebiet, das sich von Staßfurt über das Magdeburger Becken bis Aschersleben und Bernburg erstreckt. 

Die Entdeckerregion Magdeburg • Elbe • Börde • Heide hat von der Salzgewinnung sowohl über als auch unter Tage viel zu berichten. Auch die Wiege der deutschen Soleheilbäder stand hier.

Die „Salzige Tour“ führt über zum Teil uralte Handels- und Salzstraßen, auf denen einst Salz über weite Strecken transportiert wurde, von Staßfurt über Schönebeck und Magdeburg nach Zielitz und über Egeln zurück ins Staßfurter Revier. Sie lässt Sie Theater auf einer salzigen Bühne erleben und die höchste Erhebung zwischen Magdeburg und Ostsee – den Kalimandscharo – erklimmen.