Bürgerinfo LANDKREIS BÖRDE

Vorlage - 2019/61/0655  

 
 
Betreff: Information über das Radwegekonzept zur Entwicklung des Radverkehrs für Arbeit, Tourismus, Alltag und Freizeit im Landkreis Börde
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage
Einreicher:Scharf, Marion amt. Amtsleiterin Kreisplanung
Naumann Dezernentin 4
Federführend:Amt für Kreisplanung Bearbeiter/-in: Watzka, Lisa-Marie
Beratungsfolge:
Umwelt- und Wirtschaftsausschuss Informationspflicht
04.02.2019 
ordentliche Sitzung des Umwelt- und Wirtschaftsausschusses      
Kreisausschuss Informationspflicht
20.02.2019 
46. ordentliche Sitzung des Kreisausschusses zur Kenntnis genommen  (2019/61/0655)  
6. WP Kreistag Landkreis Börde Informationspflicht
27.02.2019 
24. ordentliche Sitzung des Kreistages des Landkreises Börde zur Kenntnis genommen  (2019/61/0655)
Anlagen:
Anlage - Radwegekonzept

Verfahrensbeteiligte:

 

 

nicht erforderlich

erforderlich

zugestimmt

nicht zugestimmt

zuständiger Justitiar

 

 

 

Beschlussvorschlag:

 

-entfällt-

 

Der Kreistag und seine Ausschüsse nehmen die Information über das Radwegekonzept zur Entwicklung des Radverkehrs für Arbeit, Tourismus, Alltag und Freizeit im Landkreis Börde zur Kenntnis.

 


Sachdarstellung, Begründung:

 

Um die Potenziale des Radverkehrs im Landkreis noch wirkungsvoller zu steuern und zu nutzen, bedarf es eines Radwegekonzeptes für den Landkreis Börde und seinen Kommunen.

 

Das Radwegekonzept muss den Kriterien des Nationalen Radverkehrsplans 2020 und des Landesradverkehrsplans Sachsen-Anhalt (LRVP) sowie dem aktuellen Stand der Radverkehrsforschung (siehe auch Portal zum Nationalen Radverkehrsplan sowie Fahrradakademie) entsprechen.

Die Klasse 1, 2 und 3-Routen des LRVP sind als feststehendes Grundgerüst zu beachten.

 

Die konzeptionelle Erarbeitung erfolgte durch das Planungsbüro BTE Tourismus- und Regionalberatung Hannover. Die Finanzierung wurde durch Förderung der IB-Bank Sachsen-Anhalt, aus dem Programm für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Regionalentwicklung und den entsprechenden Eigenanteilen des genehmigten Haushaltsplanes des Landkreises Börde für die Jahre 2017 und 2018 sichergestellt.

 

Einer besonderen Bedeutung bei der Erarbeitung des Radwegekonzeptes wurden der Einbeziehung der 13 Verbands- und Einheitsgemeinden beigemessen. Durch das Planungsbüro BTE wurde mit den 13 Verbands- und Einheitsgemeinden jeweils 2 Abstimmungen, vor Erarbeitung des ersten Entwurfes und der Fertigstellung des Radwegekonzeptes, vor Ort durchgeführt. Somit konnten die kommunalen Belange ermittelt und in das Konzept einbezogen werden.

 

Im Ergebnis wird ein ganzheitliches und multifunktionales ausgerichtetes Netzentwicklungskonzept zur integrierten Betrachtung von touristischem Freizeitradverkehr, Alltags- und Schülerradverkehr vorgelegt.

 

Folgende Ziele werden mit dem Radwegekonzept realisiert:

  • Förderung aus Alltagsradverkehr im Landkreis als Beitrag zum Klimaschutz
  • Stärkung einer eigenständigen Mobilität für SchülerInnen,
  • Bessere Vernetzung des Radverkehrs mit ÖPNV/SPNV,
  • Steigerung der Sicherheit Rad fahrender VerkehrsteilnehmerInnen,
  • Stärkung des Fahrradtourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor,
  • Förderung der Elektromobilität im Radverkehr,
  • Weiterentwicklung der Wegweisung im Radverkehr,
  • Weiterentwicklung der Serviceangebote für Radfahrende, u.a. Radwegeportal, Geoportal des Landes Sachsen-Anhalt und des Landkreises Börde sowie,
  • Schaffung einer systematischen Grundlage der Radverkehrsförderung.

 

In den Sitzungen des Umwelt- und Wirtschaftsausschusses wurde kontinuierlich über die Herangehensweise und notwendigen Arbeitsschritte, sowie der jeweiligen Arbeitsstand, zur Erstellung eines kreislichen Radwegekonzeptes informiert.

 

Start und Vorstellung des Projektes fand mit einem großen Teilnehmerkreis und Presseauftritt mit einer Auftaktveranstaltung am 20.02.2018 im Hause statt. Die Aufgabenstellung und die Herangehensweise wurden öffentlich vorgestellt.

 

Folgende Aktivitäten und Abstimmungen erfolgten daraufhin im Zuge der Erarbeitung des Radwegekonzeptes:

 

  • Vorlage Radwegenetz im 1. Entwurf | fachlicher Vorschlag BTE 4/2018
  • Abstimmung mit Fachdiensten der Kreisverwaltung  4/2018
  • Vorlage Radwegenetz im 2. Entwurf  4/2018
  • Abstimmung in den Fachausschüssen Umwelt- und Wirtschaftsausschuss 29.5.2018 Betriebsausschuss Eigenbetrieb Straßenbau und Unterhaltung 12.9.2018
  • Vorlage Radwegenetz im 3. Entwurf  9/2018
  • Informationsveranstaltung zum 3. Entwurf  9-10/2018 Vorstellung und Abstimmung in den jeweiligen Einheits- und Verbandsgemeinden
  • Abschluss/Informationsveranstaltung: Vorstellung des Konzeptes 01.11.2018  Einarbeitung Anregungen: Vorlage 4. Entwurf  bis 12.11.2018
  • Vorlage des abschließenden Konzeptes am 09.01.2019
  • Abstimmung im Umwelt- und Wirtschaftsausschuss | 04.02.2019
  • Beschlussfassung im Kreistag | 27.02.2019

 

 

Als Fazit ist davon auszugehen, dass dem Landkreis Börde ein Konzept zur Entwicklung und zur Vernetzung der vorhandenen touristischen Radrouten mit dem Radverkehr für Arbeit, Alltag und Freizeitverkehr an die Hand gegeben wird.

Ein besonderer Schwerpunkt wurde dabei auf die die direkten Steuerungsmöglichkeiten des Landkreises Börde gelegt. Dementsprechend sind Radwege an Kreisstraßen in den Fokus gerückt.

In dem Konzept sind prioritär Kreisstraßen benannt die vorrangig, mittelfristig und nachrangig mit einem Radweg zu versehen sind. Eine dementsprechende Kostenermittlung ist im Konzept erfolgt (Siehe Seite 55 des beigefügten Konzeptes).

Somit wird dem Kreistag sowie seiner politischen Gremien eine Handlungsrichtlinie bereitgestellt um den Radwegebau an Kreisstraßen zu forcieren.

 

Weiterhin wird aber auch den Kommunen ein Planungsinstrumentarium an die Hand gegeben, um eine Grundlage für eigene untersetzte Radwegekonzepte zu schaffen und für die Beantragung von Fördermitteln planungsrechtlich zu untersetzen, zu unterstützen und zu sichern.

 

 


Finanzielle Auswirkungen:

 

Ja

Nein

Höhe der gesamten finanziellen Auswirkungen:

 

Produkt:

 

Planmäßig: Die erforderlichen Mittel sind im Produkt eingeplant.

Überplanmäßig: Die erforderlichen Mittel sind teilweise im Produkt eingeplant, eine Deckung erfolgt durch:

Außerplanmäßig: Die erforderlichen Mittel sind nicht eingeplant.

Erläuterungen:

siehe Sachdarstellung, Begründung und Anlagen

 

 

Personelle Auswirkungen:

 

Ja

Nein

Erläuterungen:

 

 


Anlagen:

 

-          Radwegekonzept

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage - Radwegekonzept (37003 KB)